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Vaskuläre Demenz: Therapie

Eine vaskuläre Demenz ist nicht heilbar, ihr Verlauf lässt sich aber günstig beeinflussen. Der Arzt kann zum Beispiel Maßnahmen zur Vorbeugung weiterer Durchblutungsstörungen verordnen
aktualisiert am 18.04.2016

Bei einer vaskulären Demenz verschreibt der Arzt manchmal Medikamente, die Risikofaktoren reduzieren sollen – zum Beispiel Tabletten gegen Bluthochdruck

W&B/Martin Ley

Ist das Gehirn bereits geschädigt, so lässt sich das üblicherweise nicht mehr rückgängig machen. Eine frühzeitige Therapie ist trotzdem wichtig, um den Verlauf der Krankheit günstig zu beeinflussen und die Lebensqualität der Betroffenen so lange und gut wie möglich zu erhalten.

Um dies zu gewährleisten, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Pflegekräften, Sozialarbeitern, Physiotherapeuten und anderen Fachkräften wichtig. Eine entscheidende Rolle kommt darüber hinaus den pflegenden Angehörigen und engen Vertrauten des Demenzkranken zu.

Von Gedächtnistraining über Krankengymnastik bis hin zu Medikamenten – die Bandbreite der Therapie- und Unterstützungsmöglichkeiten bei der vaskulären Demenz ist groß. Was dem Betroffenen am besten hilft, sollte im Einzelfall anhand der Schwere der Symptome und der individuellen Umstände gemeinsam mit dem Arzt entschieden werden.

Folgende Behandlungen kommen bei der vaskulären Demenz in Frage:

  • Physiotherapie (Krankengymnastik)
  • Spezielles Gedächtnistraining
  • Musiktherapie, Erinnerungstherapie und andere Verfahren
  • Begleitende Psychotherapie

Zur Behandlung der Durchblutungsstörung im Gehirn und Vorbeugung weiterer Schlaganfälle kann der Arzt je nach Fall verschiedene Medikamente verschreiben:

  • unter anderem Acetylsalicylsäure/ASS oder Clopidogrel: Diese Arzneien bewirken, dass die Blutplättchen weniger leicht aneinander haften. Die Mittel wirken "blutverdünnend", beugen damit neuen Schlaganfällen vor. Mögliche Nebenwirkung sind unter anderem Magen-Darm-Probleme.
  • Ein erhöhter Blutdruck wird oft mit Medikamenten behandelt.
  • Auch gegen erhöhte Blutfettwerte kann der Arzt Tabletten verschreiben.
  • Ein erhöhter Blutzucker (Zuckerkrankheit, Diabetes mellitus) sollte auf einen individuell optimalen Wert gesenkt werden, zum Beispiel mit Medikamenten.
  • Manchmal kommen auch Cumarine zum Einsatz. Sie bremsen die Blutgerinnung. Damit senken sie das Risiko, dass sich Blutgerinnsel bilden, die die Blutgefäße verstopfen.

Spezifische Medikamente, die bei Alzheimer-Demenz häufig verordnet werden (Cholinesterase-Hemmer, Memantin) sind für die vaskuläre Demenz nicht offiziell zugelassen, weil ihr Nutzen bei dieser Form der Demenz nicht ausreichend wissenschaftlich belegt ist. Der Arzt kann sie aber eventuell im Einzelfall verschreiben, zum Beispiel beim Verdacht auf eine Mischform von Alzheimer- und vaskulärer Demenz.

Wichtig: Eine gesunde Lebensweise mit einer ausgewogenen Ernährung und viel Bewegung unterstützt die Therapie.



Bildnachweis: W&B/Martin Ley
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